Bachelorarbeit

Mittlerweile habe ich einen (wochengenauen) Fahrplan für meine Bachelorarbeit erstellt. Ich bin noch bei der Literaturrecherche und auf der Suche nach einer konkreten Fragestellung. Als Thema habe ich „Die USA und der Arabische Frühling“ gewählt. Das scheint mir derzeit besonders interessant zu sein und auch Literatur ist reichlich vorhanden. Bis Ende der Woche will ich das Exposé fertig bekommen und an Herrn Dr. List senden. Mit dem Schreiben will ich dann in etwa 3 Wochen anfangen – wenn ich alles gelesen habe, was relevant ist. Ich habe mir einen Notizblock gekauft (für sagenhafte 0,69 Euro), den ich für Notizen und Exzerpte verwende. So ist immer alles an seinem Platz und ich verliere nicht den Überblick. Die Literatur ist größtenteils englischsprachig, was mir aber keine Probleme bereitet. Ohne sehr gute Englischkenntnisse könnte man dieses Thema aber wohl nicht beackern. Ich bin auf die Ergebnisse meiner Bachelorarbeit gespannt, denn die Rolle der USA in der Weltpolitik hat mich schon (fast) immer sehr interessiert.

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3 Antworten

  1. Hallo Florian, sobald du ein Feedback von Herrn List bekommen hast, würde mich eine Rückmeldung freuen. Hast du für die Arbeit einen regionalen Schwerpunkt ausgesucht? Die unterschiedlichen Herrschaftsverhältnisse vor und nach den Revolutionsereignissen würden auch Anlass zu einer kritischen Überprüfung der Revolutionsthese selbst bieten. So könnte man darüber debattieren, ob überhaupt so etwas wie eine Revolution im qualitativen Sinne stattgefunden oder nicht vielmehr nur eine innere Verschiebung von Machtverhältnissen stattgefunden hat. Am Beispiel Ägyptens, Libyens und auch (!) des Iraks ließen sich unterschiedliche Policy-Netzwerke und Akteurskonstellationen herausarbeiten; unterschiedliche Politikstile, die auf verschiedene innenpolitische Probleme der USA zurückverweisen. Dazu kann ich das Büchlein von Stephan Bierling empfehlen: Die Geschichte der US-Außenpolitik, das bei Beck, München, erschienen ist und Dimensionen der außenpolitischen Entscheidungsfindung darlegt.
    Gruß,
    Alexander

  2. Hallo Florian,
    ich hoffe, du kommst gut mit deinen Vorbereitungen voran? Das Thema selbst ist ja enorm und erlaubt ganz unterschiedliche Zugänge zur Problematik. Ganz allgemein kann ich als Lektüretipp das Buch von Stephan Bierling über die Geschichte der US-Außenpolitik, Beck, München, empfehlen, in dem u.a. auf Akteurskonstellationen im außenpolitischen Entscheidungsprozess eingegangen werden.

    Am Beispiel des „Arabischen Frühlings“ fallen mir gleich zwei Untersuchungsfragen ein, die man je nachdem angehen könnte: 1. Eine Überprüfung der Begrifflichkeit selbst – also: handelt es sich wirklich um Revolutionen oder was wurde in den Medien, der politischen Öffentlichkeit und der Staatengemeinschaft jeweils darunter verstanden? Welche Diskurse sind darüber geführt worden? So ließe sich bspw. schon eine Diskursanalyse über das Vokabular anstellen und wenn das noch zu blutleer ist, dann könnte man den Nachweis erbringen, dass es sich, wenn überhaupt, nur um innere Reformen gehandelt hat. Oder aber weiter: Einige Autokraten in Nordafrika und im Nahen Osten haben während des „Arabischen Frühlings“ proforma Maßnahmen ergriffen, um ihre Leute ruhig zu stellen (z.B. Marokko). Wiederum kann man fragen, ob einer Revolution eine Konterrevolution folgt – das bietet sich inzwischen bei nahezu allen Staaten des Arabischen Frühlings an, aktuelles Beispiel wäre da Tunesien.

    Da es aber auch um den Einfluss der USA auf die Revolutionserscheinungen gehen soll, gehört dazu sicherlich ein Abgleich der außenpolitischen Doktrinen unter Bush und Obama, wobei sich der Nachweis bringen ließe, dass die globale Finanzkrise auch die Rüstungsetats dezimiert hat (so das SIPRI in seinem aktuellen Rüstungsbericht) und deshalb neue Methoden wie z.B. die des Cyberwar erprobt werden müsse, parallel militärische Präsenz mit Mannstärke und Material eher zurückgenommen werden (betrifft das Verhältnis von Neoliberalismus und Militarismus der Außenpolitik). Ferner ließe sich auch ein zeithistorischer Vergleich ziehen zwischen den Begründungsmustern für die Irak-Invasion 2003 und dem „Regime-Change“ in Libyen sowie der noch laufenden Diskussion um einen Rücktritt Sadats in Syrien (reicht in den Iran-Kontext rein…).

    Jedenfalls bietet das von dir genannte Thema enorme Potenziale. Bitte gib doch eine Rückmeldung, wenn der Bearbeitungsstand etwas konkreter geworden ist.
    Gruß, Alexander

    1. Hallo Alex,
      entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte, aber ich sitze hier vor einem riesigen Stapel an Lesestoff, der abgearbeitet werden will. 😉
      Ich befasse mich in meiner Bachelorarbeit mit der Frage, ob die USA unmittelbar vor sowie während des – ja immer noch andauernden – Arabischen Frühlings (mittlerweile vielleicht auch eher Herbstes) eher als Demokratieförderer oder als Demokratievereiteler (siehe „Democracy Prevention“ von Jason Brownlee) fungiert haben und fungieren.
      Das Exposé wurde mittlerweile auch von Prof. Breitmeier abgesegnet.
      Falls du noch weitere Fragen oder sonstiges hast: Meine Mailadresse hast du ja 🙂
      Gruß
      Flo

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